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| Laotisches Neujahr: Pi Mai Lao |
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Vom 14. bis zum 16. April wird in Laos das Neujahrsfest gefeiert: Am Ende der Trockenzeit und vor Beginn der Regenzeit ist es auch das Wasserfest, das Fest der Reinigung und des Neuanfangs. Für drei Tage ruht der Alltag für die grössten Festivitäten des Jahres. Der erste Tag, Sangkhan Luang, gehört noch zum alten Jahr und dient dazu, Letzteres abzuschliessen, das Haus für das neue Jahr vorzubereiten und sich nochmals um etwas verdient zu machen. Dazu werden in den Tempeln oder am Flussufer Sandhügel gebaut, die mit Blumen, Fähnchen und Kerzen dekoriert werden, in den Tempeln werden Buddhastatuen mit parfümiertem Wasser gewaschen.
Der mittlere Tag, Sangkhan Nao, gehört weder zum alten noch zum neuen Jahr. Dieser Tag dient allein der Ruhe und dem Vergnügen und wird für Familien- und Freundesbesuche oder Ausflüge genutzt. Es finden auch traditionelle Umzüge und Schönheitskonkurrenzen statt, in den Strassen werden Freunde wie Fremde ausgiebig mit Wasser begossen: Das bringt Glück, lässt aber niemanden trocken! In den Häusern und öffentlichen Gebäuden finden Feste und Tanzveranstaltungen statt, zu denen alle ihre besten (traditionellen) Kleider tragen.
Der dritte Tag, Sangkhan Kheun Pi Mai, markiert den Beginn des neuen Jahres und ist der fröhlichste der Festtage. In die Tempel werden Opfergaben gebracht, junge Leute besuchen Eltern und Grosseltern sowie Dorfälteste und waschen ihnen zum Zeichen der Achtung die Hände mit parfümiertem Wasser. Verdienste können auch durch das Freilassen von Tieren erworben werden: Fische und Krabben werden zurück in den Fluss getragen, Vogelkäfige geöffnet. Pi Mai Lao verkörpert auf vielfältige Art Wesentliches der laotischen Kultur: die Lebensfreude und Fröhlichkeit, die Verbundenheit mit Tradition, Buddhismus und Familie sowie die Achtung vor älteren Menschen.
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